15 Juli 2011 - 19:30

In Jemen, Syrien sowie in Tunesien und Jordanien ist es am Freitag(15.07.2011) zu Unruhen gekommen.

Bei Zusammenstößen zwischen den Regierungstruppen und Gegnern von Ali Abdullah Saleh kamen am Freitag mindestens 10 Menschen ums Leben.Laut der iranischen Nachrichtenagentur "Irna" kam es in der nordwestlichen Stadt "Tais" im Jemen zu Kämpfen, als bewaffnete Männer eines Stammes einen Militärkonvoi angriffen und dabei einen Oberst und zwei seiner Begleiteten töteten.Die tunesische Polizei ging am Freitag(gestern) Augenzeugen zufolge in der Hauptstadt mit Tränengas gegen Proteste vor dem Regierungssitz vorgegangen. Seit den Morgenstunden hatten sich hunderte Demonstranten vor dem Regierungssitz versammelt, wie eine AFP-Journalistin berichtete. Diese forderten den Rücktritt des Innen- und des Justizministers sowie die Bestrafung der Verantwortlichen der Gewalt während des Volksaufstands Anfang des Jahres.Gepanzerte Fahrzeuge hatten den Zugang zum Platz der Regierung versperrt, um den hohe Stacheldrahtzäune errichtet worden waren.Auch in einigen syrischen Städten gab es am Freitag gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Sicherheitskräften und der Opposition, bei denen nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mindestens 16 Menschen ums Leben kamen. Zusammenstösse wurden vor allem aus der Stadt "Mama", der Hochburg der Opposition, gemeldet.Regierungsanhänger griffen in der jordanischen Hauptstadt Amman am Freitag regierungskritische Demonstranten an. Damit wollten sie verhindern, dass sich die Anhänger der Reformbewegung auf dem Hauptplatz versammeln. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen Demonstranten und Journalisten vor, dabei wurden zehn Menschen verletzt.